• AZWS hilft Straßenhunde in Indien
    © Foto takingcare5, Ingrid Tscharntke
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Straßenhunde in Indien

Sie haben keine Lobby und sind in vielen Ländern der Welt äußerst bedauernswerte Geschöpfe: verwilderte Haushunde, die auf den Straßen mehr schlecht als recht um ihr Leben kämpfen. 

Ohne die Hilfe engagierter Menschen haben sie aber keine Chance. Die Akademie unterstützt daher bereits seit Jahren die Organisation Auroville Stray Relief and Animal Welfare, die von Ingrid Tscharntke ins Leben gerufen wurde. 

Hier ihr Bericht:

„Tierschutz in Indien ist schon noch mal eine besondere Herausforderung, so oft bricht mein Herz, weil ich einfach nicht helfen kann. Viele Jahre fand ich nach anfänglichen Schwierigkeiten einen guten Weg, um mit meinem tamilischen Tierarzt zusammen zu arbeiten...(...) Doch dann erkrankte er an Depressionen, was in Indien noch als ziemliches Tabu angesehen wird. Daher hatte er Angst davor, Hilfe anzunehmen, um nicht als geisteskrank zu gelten. Er wurde oft als verantwortungslos bezeichnet, obwohl er meist einfach nicht in der Lage war, Telefonanrufe zu beantworten. Und wenn Tiere krank sind, ist das für die Halter immer eine hoch emotionale Angelegenheit. Menschen und Tiere leiden, wenn der Tierarzt einfach nicht kommt. Ihren Ärger ließen sie dann an mir aus. 

Schließlich musste ich mich schweren Herzens von ihm trennen, wissend, dass ich keinen Ersatz habe und Anrufern nichts anbieten konnte. Das war äußerst erschöpfend. 
Da kam mir schon der Gedanke aufzugeben. Ich musste dann auch noch unsere Schlichtungsstelle anrufen, weil der Veterinär mir das von der Akademie für Zoo- und Wildtierschutz gespendete Blasrohr nicht zurückgeben wollte. Die haben ihn dann aber überzeugt, dass er dazu kein Recht hat.
Und alles änderte sich auf einmal, ganz unerwartet und plötzlich, Anfang Februar 2017 in Form einer 23-jährigen jungen und enthusiastischen Tierärztin. Sie ist mir richtig ins Haus "geschneit". Wir hatten sofort einen guten Draht zusammen. Ich bat sie, bei einer Operation ihre Arbeit beobachten zu dürfen, womit sie sofort einverstanden war. 

Noch nie habe ich in Indien so eine Vorbereitung gesehen, unser OP-Saal war wieder in einem abbruchreifen Haus, aber sie hatte alles dabei und präparierte die kleine Hündin für die Sterilisation genauso umsichtig, wie es bei einem menschlichen Patienten der Fall ist. Absolut steril, mit Tropf und Venenzugang, es war einfach unglaublich. 

Ja, und mit diesem unglaublichen Mädel läuft alles wunderbar, sie kann sogar Katzen operieren, was ganz selten ist. Sie hat seit Anfang März bereits 49 Hunde und elf Katzen sterilisiert oder kastriert! Das sind wieder Tausende Welpen und Kätzchen, die nicht in dieses Elend hier hineingeboren werden müssen, stillende Hündinnen, die nicht zweimal im Jahr gebären müssen und selbst nichts zum Fressen haben, Rüden, die sich nicht mehr in territorialen Kämpfen zerfetzen müssen. 

Ich werde nun versuchen, Dr. Kavitha in die Bedienung des Blasrohrs einzuweisen. Dann wird sie auch für die aggressiven oder tollwütigen Hunde ein perfektes Werkzeug haben mit dem einzigen Blasrohr, das in Indien für Hunde verwendet wird.“

Kontakt

Akademie für Zoo- und Wildtierschutz e.V.
Osserstr. 44
81679 München - Germany
Telefon 089 99 88 68 50
Email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Über uns

Die Akademie unterstützt als gemeinnütziger Verein Tier-, Natur- und Artenschutzprojekte weltweit und generiert sich aus Spenden, die steuerlich absetzbar sind. Wir wollen dadurch auch bedrohten und in Not geratenen Tieren helfen, die finanziell nicht abgesichert sind.

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