Tansania

Mit dem Blasrohr nach Tansania ­– zum Schutz bedrohter Tiere

In dem ostafrikanischen Land ist es eine echte Innovation – die tierschonende Distanzimmobilisation mit dem
Blasrohr. Wie diese Technik in der Praxis funktioniert, hat die Akademie im November bei einem Spezialkurs
auf der Makoa-Farm bei Moshi den Wildlife-Experten des Landes vermittelt.

Der Kontakt zur Akademie kam über die beiden Veterinäre Dr. Elisabeth Stegmaier und Dr. Dr. Laszlo Paizs zustande, die in Moshi auf der Makoa-Farm neben einer Praxis für Zoo- und Wildtiere das einzige zoopädagogische Zentrum des Landes betreiben.

Die universell einsetzbare und kostengünstige Blasrohr-Technik haben sich nun auf Initiative des Tanzania Wildlife
Research Institute (TAWIRI) die Wildlife-Experten des Landes, Dr. Victor Kakengi (TAWIRI), Violeth Martine Kessy und Godwin Simon Olomi (Tanzania National Parks), Dr. Richard Samson (Soiwine University of Agriculture, Faculty of Veterinary Medicine), Ansbert Rwamahe (Ministry of Natural Resources & Tourism), Tegemea Mnzava und Cosmas Soombe (Ngorongoro Conservations Area Autho-ritiy), Peter Genda (College of African Wildlife Management) sowie Dr. Justinian Lutatina (Zonal Veterinary Centre Arusha) direkt von Prof. Dr. Henning Wiesner, Dr. Julia Gräfin Maltzan und der Tierärztin Miriam Wiesner zeigen lassen.
Das einhellige Urteil aller Absolventen fasste am Ende Dr. Victor Kakengi von TAWIRI mit den Worten zusammen: „Diese Technologie ist leicht zu erlernen, man muss nur ein bisschen üben.“

Dr. Richard Samson dankte den deutschen Veterinären für ihren Einsatz in Tansania: „The blowpipe training course was really good and it just came at the appropriate time while is really needed to be applicate in our country.“

Deshalb wollen die Kursteilnehmer die neue Betäubungsmethode via Blasrohr nun auch Studenten und anderen Wildlife-Experten ihres Landes sowie ihren Vorgesetzten vermitteln. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, dass dieses tierschonende Verfahren als wesentliche Grundlage tiermedizinischer Betreuung von Zoo- und Wildtieren von vielen Tierärzten des Landes erlernt und eingesetzt werden kann.

Untermauert wird dieses Bemühen noch durch eine neue Kooperation der Akademie mit Kilimanjaro Animal C.R.E.W (Center for Rescue, Education & Wildlife) und Kilimanjaro Animal Rescue, die im Rahmen des Blasrohr-Workshops ins Leben gerufen wurde. So ist vorgesehen, derartige Kurse jährlich landesweit anzubieten. ■

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Die Akademie unterstützt als gemeinnütziger Verein Tier-, Natur- und Artenschutzprojekte weltweit und generiert sich aus Spenden, die steuerlich absetzbar sind. Wir wollen dadurch auch bedrohten und in Not geratenen Tieren helfen, die finanziell nicht abgesichert sind. F icon.svg

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Akademie für Zoo- und Wildtierschutz e.V.
Osserstr. 44
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Telefon 089 99 88 68 50
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