Zum Schutz der letzten Wildesel

Nur 50 nubische Wildesel sollen noch im Gebel Elba Nationalpark im Süden Ägyptens leben. Ihr Bestand ist massiv gefährdet – deshalb will die Akademie für ihren Schutz kämpfen. Einen ersten Schritt zur Umsetzung dieses Plans hat sie 2016 unternommen.

So waren Prof. Dr. Henning Wiesner und Dr. Julia Gräfin Maltzan im Oktober nach Ägyten gereist, um dort im Rahmen eines Symposiums an der Suez Canal University in Ismailia Vorlesungen zur Wildtierimmobilisation und Tiergartenbiologie zu halten und in einem speziellen Praxis-kurs die Technik des Blasrohreinsatzes zu vermitteln. Prof. Dr. Atef Mohamed Kamel, Head of Wildlife & Zoo Medicine, hatte sie dazu eingeladen und sie bereits bei ihrem Einsatz im Zoo Kairo im Jahr zuvor um Hilfe bei den Wildeseln gebeten.  

Im Anschluss an dieses Symposium wandte sich die Akademie an das ägyptische Umweltministerium, um das weitere Vorgehen im Gebel Elba Nationalpark zum Schutz der Wildesel zu besprechen. Geplant sind nun Bohrungen für weitere Wasserstellen, die Tiere zudem mit Kamerafallen zu beobachten, ihre Losung zur genetischen Untersuchung zu sammeln, um die genaue Zahl der Individuen zu bestimmen und sie möglicherweise von Hybriden abgrenzen zu können. Möglicherweise soll für sie auch ein eigenes Zuchtzentrum aufgebaut werden.

Den Park selbst konnten Julia Maltzan und Henning Wiesner allerdings nicht besuchen – aus Sicherheitsgründen war die geplante Reise dorthin kurzfristig vor Ort abgesagt worden. Die Akademie steht weiterhin in Kontakt mit dem Umweltministerium und will das Projekt 2017 weiter vorantreiben. ■

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