Die bedrohte Welt der Afrikanischen Wildhunde

Der Bestand der freilebenden Afrikanischen Wildhunde (African painted dogs) ist extrem bedroht. Schätzungen sprechen von gerade noch 3000 bis 5000
freilebenden Painted Dogs. Dr. Gregory Rasmussen kämpft seit 25 Jahren für den Schutz der African painted dogs. Die Akademie unterstützt ihn dabei.

Wildhunde

 

Die Kontakte von Prof. Dr. Henning Wiesner und Dr. Julia Gräfin Maltzan zu Dr. Greg Rasmussen gehen bis ins Jahr 2004 zurück. Damals hatten sie ihm bei der Immobilisation und Besenderung dieser Tiere geholfen – was das Bayerische Fernsehen in einem spannenden Dokumentarfilm festgehalten hat. Schon damals war es darum gegangen, mit den so gewonnenen Daten das Verhalten und die Wanderrouten dieser Tiere zu erforschen – um sie auf Basis dieses Wissens schützen zu können. Im März 2016 hatte Dr. Greg Rasmussen einen spannenden Vortrag über seine Erkenntnisse in der Akademie gehalten. Die Münchner Tierärztin Dr. Ulrike Beckmann, die sich ebenfalls für den Schutz der Afrikanischen Wildhunde engagiert, besuchte 2016 Dr. Greg Rasmussen in Simbabwe. Auch sie sagt: „Wenn nicht sehr bald umfassende regionale und überregionale Anstrengungen ineinander greifen, so wird niemand mehr das Aussterben dieser faszinierenden Tiere verhindern können, deren einzigartiges Sozialleben wir gerade erst zu verstehen beginnen.“
Hier ihr persönlicher Bericht:

„In Victoria Falls, im Dreiländereck von Sambia, Botswana und Simbabwe, entsteht gerade ein Camp für den Painted Dog Research Trust. Von hier aus führen Dr. Rasmussen und sein Team ihre Forschungen über das Verhalten und die Wanderrouten der Wildhunde fort. Noch ist nicht genug bekannt über die Muster und Routen, denen die Rudel auf ihren Wanderungen durch riesige Jagdgebiete folgen. Besonderen Schutz genießen einzelne Rudel in ihrer verwundbarsten Phase, der Welpenaufzucht.

Eine weitere große Aufgabe ist die Ausbildung ausgewählter simbabwischer Studenten, Zoologen oder Ökologen, die vor Ort ein einzigartiges Training durchlaufen und sich Stipendien erarbeiten können. Ziel ist es, mit diesen Fachleuten in Zukunft maßgebliche Stellen in Nationalparks, Verwaltung und Politik zu besetzen, wo sie weiter für die Erhaltung der Ökosysteme einstehen können.

Entscheidend ist die Mitarbeit der regionalen Bevölkerung, die ganz reellen Nutzen aus diesem Naturschutzprojekt zieht: Da möglichst Baumaterialien aus der Umgebung verwendet werden, haben Männer aus den umliegenden Orten über Jahre Arbeit. Frauen haben im Einklang mit ihren traditionellen Tätigkeiten eigene Arbeitsgruppen gebildet, eine gemeinsame Wasserversorgung für die Dorfgemeinschaft konnte vorfinanziert werden. So ist das Wildhundprojekt schon heute ein wichtiger Teil des Dorflebens. Auch käme niemand mehr auf die Idee, diese Tiere für Verluste an Weidevieh verantwortlich zu machen.

Das Camp soll ebenso als Begegnungsort für Wissenschaftler und Besucher dienen, Projektarbeit und Schulungen ermög- lichen. In Zukunft werden auch vor Ort Untersuchungen
(z. B. Laborproben) möglich sein, die zurzeit noch aufwendig und kostspielig versandt werden müssen.“

Die Akademie wird diese Arbeit auch künftig unterstützen.

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Über uns

Die Akademie unterstützt als gemeinnütziger Verein Tier-, Natur- und Artenschutzprojekte weltweit und generiert sich aus Spenden, die steuerlich absetzbar sind. Wir wollen dadurch auch bedrohten und in Not geratenen Tieren helfen, die finanziell nicht abgesichert sind. F icon.svg

Kontakt

Akademie für Zoo- und Wildtierschutz e.V.
Osserstr. 44
81679 München

Telefon 089 99 88 68 50
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